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Wundervolle Schneemannideen

Lange hatte in diesem Jahr der Schnee auf sich warten lassen. Die Kinder der Klasse 2b hatten es längst aufgegeben, auf ihn zu hoffen. Als Kevin aber eines Tages mitten im Diktat aus dem Fenster schaute, sah er viele dicke Schneeflocken vom Himmel fallen. Es war ein richtiges Schneegestöber.
„Es schneit!“, rief er. „Hurra, es schneit!“
„Hurra!“, riefen alle in der Klasse. „Endlich Schnee!“
Und klar, fast wäre aus dem Diktat nun nichts mehr geworden, weil alle aufgeregt durcheinander riefen.
In der ersten Pause tobten die Kinder jubelnd auf dem Schulhof herum und ließen Schneeflocken auf ihren Zungen schmelzen. In der zweiten Pause lag der Schnee schon so hoch, dass er für viele Schneemannbäuche ausreichte. Diese bauten die Schüler voller Stolz in einer Reihe am Schultor auf. Der Schnee reichte auch noch für Schneemannköpfe, aus denen die Kinder mit Steinen, Ästen und Mützen lustige Schneemanngesichter zauberten.
Toll sah das aus. Stramm wie Steinfiguren standen viele prächtige Schneemänner am Schultor.
„Eine Schneemannschulklasse“, rief einer und alle lachten.
„Wie lobenswert, dass unsere Schüler so wundervolle Ideen haben“, sagte ein Lehrer und die anderen Lehrer nickten. „So schöne Schneemänner hatten wir noch nie in unserer Schule.“
Da freuten sich die Schüler wie die Schneekönige. Sie lachten noch, als sie sich nach Schulschluss an den Schneemännern vorbei aus dem Schultor hinausschlängelten.
Und die Schneemänner, schien es, lachten zurück.
Nur den Lehrern war das Lachen vergangen. Da stand nämlich eine mächtig prächtige Schneemannreihe, die ihnen und ihren Autos die Ausfahrt vom Schulhof versperrte.
So ist das eben manchmal mit Schülern, die wundervolle Ideen haben …
© Elke Bräunling

Und wenn Ihr nun glaubt, diese Geschichte und die hilflosen Lehrer, deren Autos von Schneemännern eingesperrt waren, sei erfunden, so irrt Ihr Euch. Genau so nämlich ist es vor einiger Zeit passiert, in … aber halt, das ist eine andere Geschichte
🙂