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Als die Weihnachtsfrau die Freude zu den Menschen brachte

Vor einigen Jahren fühlte sich der Weihnachtsmann einmal nicht wohl. Die Menschen bereiteten ihm Kummer und so saß er traurig am Ofen und hielt sich den schmerzenden Kopf.
„Es tut mir im Herzen weh, wenn ich die Menschen sehe“, sagte er. „Noch lauter als sonst sind sie in diesen Zeiten vor dem Fest, ruhelos und immer in Eile. Sie nennen es Stress, und im Stress, sagen sie, habe man keine Zeit, sich zu freuen. Und die Kinder, die haben immer größere Wünsche. Trotzdem sind sie traurig oder unzufrieden, wenn sie ihre Geschenke auspacken. Dann zanken sie miteinander. Freude aber kann ich in ihren Gesichtern nicht finden.“ Er stöhnte auf. „Ach! Ganz krank macht mich das.“
Lange saß der Weihnachtsmann in seiner Stube. Er fühlte sich sehr mutlos.
Eines Tages kam Cousine Annagreta zu Besuch.
„So kann es nicht weiter gehen. Ich will dir – und den Menschen – helfen und werde gemeinsam mit dir zu den Kindern gehen“, sagte sie und schlüpfte in den roten Weihnachtsmann-Mantel. „ Schau! Als Weihnachtsfrau begleite ich dich zu den Menschen und bringe ihnen die Freude zurück.“
Als Weihnachtsfrau? Hm. Der Weihnachtsmann lächelte. Dann nickte er.
„Lass es uns versuchen!“
Und das taten sie auch. In jenem Jahr begleitete Annagreta den Weihnachtsmann auf die Erde und zauberte die Freude auf die Menschengesichter zurück. Es wurde ein schönes Fest und die Menschen fühlten sich wohl wie lange nicht mehr.
Wie glücklich war da der Weihnachtsmann!
Und Annagreta? Die hatte so viel Spaß an ihrem neuen Job, dass sie seither jedes Jahr als Weihnachtsfrau die Freude zu den Menschen bringt.
Sie kommt auch zu dir. Ein bisschen aber musst du ihr helfen: Setz dich ruhig hin und schau ins Kerzenlicht! Auf einmal spürst du, wie dein Herz zu klopfen anfängt. Ein schönes Gefühl ist das. Ja, und dann ist Annagreta, die Weihnachtsfrau, auch schon ganz nah bei dir.

© Elke Bräunling

Diese Geschichte findest du in der ursprünglichen langen Fassung hier: Die Weihnachtsfrau und die Weihnachtsfreude