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Der Winterspatz und die kleine Spielzeugmaus

Im Garten steht ein Vogelhaus,
das Dach ist schneebedeckt.
Darin liegt eine Spielzeugmaus,
der Spatz hat sie entdeckt.

‚Hey, Maus, verschwinde’, schimpft er laut
und schlägt wild mit den Flügeln.
‚Du hast mir doch wohl nichts geklaut?
Dann werd’ ich dich verprügeln!’

Die Maus liegt still, sie rührt sich nicht.
Wie sollte sie’s auch machen?
Der Spatz blickt bös’ ins Mausgesicht,
das scheint, als würd es lachen.

‚Ja lach du nur, du wirst schon sehn,
am Ende lache ich!
Das Grinsen wird dir noch vergehn,
Mäuschen, ich warne dich.’

Übers schneebedeckte Beet
schleicht der Kater Jack.
Der Spatz hat ihn sogleich erspäht
und piepst: ‚Ich bin schon weg!’

Am Birkenstamm klettert dann Jack
hinauf zum Vogelhaus.
‚Da bist du ja, mein Mausespeck’,
ruft er begeistert aus.

Jetzt hat der Spatz das Vogelhaus
für sich ganz alleine.
Der Jack, er nahm das Mäuschen mit,
er liebt sie doch, die Kleine.

Er leckt ihr zart das Mäusefell,
dann schläft er selig ein.
Wer ist schon gern am Weihnachtsfest
ganz ohne Freund allein?

© Regina Meier zu Verl