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Max und der Silvesterschnee

Dieses Jahr darf auch Max bis Mitternacht Silvester feiern und er freut sich riesig darauf. Maja aber lacht. „Du pennst ja doch vorher ein, wetten?“
Max ist empört. „Die Wette werde ich gewinnen“, tönt er.
Zuerst aber machen Mama, Papa, Maja und Max einen Waldspaziergang.
„Es riecht nach Schnee“, sagt Papa. „Sollen wir ihn suchen?“
„Au ja“, rufen Maja und Max.
„Dann müssen wir hinauf auf den Hohlberg“, warnt Papa. „Das ist ein weiter Weg.“
Egal. Den ganzen Winter warten Maja und Max schon auf Schnee. Mit schnellen Schritten steigen sie ihren Eltern voran bergaufwärts. Der Weg ist steil, und Maja und Max sind außer Puste, als sie auf dem Bergrücken stehen. Aber das stört sie nicht. Hier oben liegt nämlich wirklich eine dünne Schneedecke. Toll!
Lachend stampfen und toben sie zu viert über die knirschende Schneekruste. Auf einmal aber bekommt Max einen Riesenschrecken: Heute ist Silvester! Sie dürfen nicht zu spät nach Hause kommen!
„Wir müssen los!“, sagt Papa da auch schon. „Wir haben einen weiten Weg vor uns.“
Stimmt. Max ist sehr müde, als sie endlich wieder im Auto sitzen. Er schließt für einen Moment die Augen … und schläft ein.
Er schläft während der Heimfahrt und als Papa ihn ins Haus trägt, er verschläft auch das Abendessen und den Silvesterabend. Sogar vom Feuerwerk um Mitternacht kriegt er nichts mit. Als er aber im neuen Jahr frühmorgens aufwacht, ist ihm, als hätte er sich nur ein paar Minuten ausgeruht.
Verwundert öffnet Max die Augen. Dann saust er ins Wohnzimmer, doch da ist niemand. In der Küche steht eine leere Sektflasche. Ist Silvester schon vorbei? Enttäuscht blickt er aus dem Fenster. Es wird langsam hell. Dicke Schneeflocken fallen vom Himmel.
„Es schneit!“, ruft Max. „Juchu! Schnee! Endlich Schnee!“ Und er freut sich bärig darauf, endlich den Schlitten aus dem Keller holen zu können. Was bedeutet dagegen eine verschlafene Silvesterfeier?

© Elke Bräunling

Die lange Fassung dieser Geschichte findest du hier: Maxis Silvesterfeier