Schlagwörter

, , , , , , ,

Pit baut einen Schneemann

Seit zwei Wochen wollte Pit einen Schneemann bauen. Draußen im Garten sollte er stehen und so prächtig aussehen, dass die Leute respektvoll ihren Hut zogen und sich zum Gruße vor ihm verneigten. Ja, so ein Schneemann musste es sein. Problem war nur, dass Pit mit einer schweren Grippe im Bett liegen musste und sich den Schnee nur vom Fenster aus betrachten konnte. Dann, als er wieder gesund war, taute es.
Prüfend starrte Pit nun jeden Tag in den Winterhimmel hinauf.
„Wann schneit es endlich wieder?“, maulte er.
Eines Morgens war es soweit. Als Pit aus dem Fenster sah, lag im Garten tiefer Schnee.
„Schnee!“, rief Pit. „Juchhu! Endlich Schnee!“
Vor Freude weckte er seine Eltern. „Hört ihr? Draußen liegt ganz viel Schnee.“
„Hm.“ Mama zog sich die Decke über den Kopf.
„Oh je“, brummte Papa, „das wird wieder eine gemeine Auto-Schlitterpartie geben! Da mag ich gar nicht aufstehen.“
Sie freuten sich nicht? Pit wunderte sich. Er zuckte mit den Achseln, zog sich warm an und stapfte in den Garten. Im Nu hatte er dicke Schneekugeln gerollt und am Gartentor aufeinander gesetzt. Jetzt noch eine Möhrennase, Steinaugen, Papas Hut, Tannenzapfenknöpfe und als Stock einen Besen. Fertig war der Schneemann. Er sah prachtvoll aus. Groß und stattlich. Und allein.
„Du sollst nicht alleine bleiben“, sagte Pit. „Ich bau dir gleich noch eine Frau.“
Und er baute eine Schneefrau und drei Schneekinder, dann noch einen Schneehund, eine Schneekatze und Schneehühner.
Zufrieden betrachtete Pit sein Werk. Eine große Schneefamilie stand am Gartentor.
Pit freute sich wie ein Schneekönig.
„Toll, nicht?“, fragte er seinen Vater, der gerade mit seiner Aktentasche aus dem Haus kam.
„Ja, toll“, sagte Pits Vater, und seine Stimme klang brummig. „Und wie, bitte“, brummelte er, „soll ich nun das Auto aus der Garage fahren?“
„Au weia!“ An das Auto hatte Pit nicht gedacht, als er seine Schneefamilie am Gartentor aufbaute. Ob Papa sehr böse war? Vorsichtig linste er zu ihm hinüber.
Da musste Papa lachen. „Eingeschneit!“, rief er fröhlich. “Jetzt bin ich eingeschneit. Da muss ich doch gleich in der Firma anrufen. Für einen Tag ‚Schnee-Urlaub‘!“
„Au ja“, rief Pit“, und dann gehen wir rodeln und bauen noch ganz viele Schneemänner. Juchhu!“

© Elke Bräunling

Weitere Schneemanngeschichten findest du hier:

Die fröhliche Sonne und der traurige Schneemann
Als der Schneemann vor Freude lachte
Wundervolle Schneemannideen
Der schöne Schneemann
Der Schneemann und die Sonne
Als der Winter die Schneemänner suchte
Der Faschingsschneemann
Die Sache mit den Schneemannhexensaurierprinzessinnen
Ein Freund für den Schneemann

Der Schneemann weint – Gedicht

Schneemannlachen – Gedicht
Der Schneemann wartet – Gedicht


Taschenbuch:Ein Freund für den Schneemann: Eine Geschichte über die Freundschaft
Ebook:Ein Freund für den Schneemann
Eine Geschichte über Freundschaften und darüber, sich selbst so zu mögen, wie man ist
Der Schneemann, der oben am Waldrand steht, fühlt sich einsam. Und er langweilt sich. Wie gerne hätte er einen Freund oder zwei oder drei. Aber für einen Freund muss man etwas tun und sich so zeigen, wie es der künftige Freund gerne haben möchte. Oder vielleicht doch nicht? Der Tag, an dem der Schneemann einen Freund sucht, ist ein spannender Tag voller Begegnungen.
Eine Geschichte mit kleinen Illustrationen zum Lesen und Vorlesen für Kinder, Eltern, Großeltern, Kindergarten, Grundschule

Information