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Die Überraschungs-Schneeballschlacht

Endlich schneit es und Max liegt mit Schnupfen und Halsschmerzen im Bett. Er hört seine Freunde draußen im Schnee spielen und ist traurig und wütend.
„So ein Pech aber auch!“, schimpft er und haut auf das Kopfkissen.
Plötzlich macht es ‚Platsch’ am Fenster. Ein Schneeball ist gegen die Scheiben geklatscht. Und da kommt noch einer und noch einer.
Jetzt klopft es auch noch an der Tür.
„Herein!“, ruft Max. Er ist schon gar nicht mehr so wütend und als seine Freunde David und Willi ins Zimmer treten, muss er grinsen. „Coole Treffer!“, sagt er und deutet auf die Schneeballreste an der Fensterscheibe.
„Willste auch mal?“, fragt Will.
„Was denn?“, wundert sich Max.
„Schneebälle werfen!“, sagt David und grinst. „Oder hast du keine Lust auf eine Schneeballschlacht?“ Er zieht zwei Eimer voller Schnee hinter seinem Rücken hervor und ruft: „Überraschung! Du kämpfst von hier oben mit!“
„Vom Bett aus?“ Max muss wieder grinsen. „Ihr habt vielleicht Ideen.“
„Deine Mutter hat’s erlaubt“, sagt Willi und wirft Max’ Jeans, Pullover, Winterjacke mit Mütze, Schal und Handschuhen aufs Bett. „Aber nur, sagt sie, wenn du dich warm anziehst.“
„Und nur fünf Minuten“, sagt Mama. „Die frische Luft wird dir gut tun – und der Spaß beim Schneeballwerfen auch.“ Sie zieht einen Stuhl vors Fenster und packt warme Decken darauf.
„Das ist deine Wurfbasis“, tönt David und Willi schaut den zögernden Max an. „Oder willst du kneifen?“
„Ich? Nie!“ Schnell springt Max aus dem Bett und zieht sich warm an. Dann kniet er sich auf den Stuhl, packt sich in die warmen Decken ein und blickt aus dem Fenster. Draußen vor dem Haus stehen fast alle aus der Klasse und winkten.
„Los!“, rufen sie. „Wirf schon! Oder bist du zu halswehschwach?“
„Schwach?“ Das lässt sich Max nicht zweimal sagen. Er greift in den Schnee-Eimer, formt einen besonders dicken Schneeball und wirft ihn mitten in die Schar seiner Freunde. Die fackeln nicht lange und formen nun auch Schneebälle. Es ist die schönste Schneeballschlacht der Welt, findet Max. Und er hat Recht, oder?

© Elke Bräunling